Duftende Rosen in Hildegards Garten

Duftende Rosen in Hildegards Garten

Wer im Frühsommer durch Derching spaziert wird Interessantes entdecken. Die ersten Schönheiten blühen in den Gärten um die Wette. Morgens und abends herrscht emsiges Treiben in den Gemüsebeeten: Es wird gezupft, gegossen und auch schon die ersten Leckereien geerntet.

Ganz besonders schön finde ich Besuche in romantisch angelegte Landhausgärten. Grüne Oasen, die alle Sinne ansprechen. Zum Beispiel das grüne Paradies von Hildegard Elbl.

Ich fühle mich sofort verzaubert. Mein Blick kann sich kaum satt sehen an dem bunten Blumen-Mix ihres Vorgartens.

Sofort beim Betreten strömen mir die unterschiedlichen Düfte der verschiedenen Rosensorten in die Nase. Dieser Vorgarten zeigt sich wirklich von seiner schönste Seite. Die Farbenpracht erinnert mich an ein impressionistisches Gemälde.

Nahe der Hauswand sitzt man warm und geschützt. Wie schön muss es sein, sich hier schon Frühmorgens mit einer Tasse Kaffee auf den Tag einzustimmen.

Chippendale Rosen – ein Traum in jedem Rosengarten

„Der Duft der Rose nimmt dich in einen süßen Bann“, so sinnierte eins Hermann Hesse in einem Gedicht über das Parfum der Blumenkönigin. So ergeht es auch mir: Wie eine Wolke aus Parfum schwebt der Duft der wunderschönen Chippendale in der Luft.

Der Duft dieser Rosen ist einfach himmlisch. Allein der Anblick der dichten Blütenbüschel zaubert mir sofort ein glückliches Lächeln ins Gesicht. Am intensivsten verströmen sie ihr Parfum sicher in den Morgenstunden oder nach einem warmen Regenschauer.

Rosenduft liegt in der Luft

Dabei ist es doch reine Chemie, die mich hier so berauscht. Tausend winzige Duftmoleküle eines ätherischen Öls welche sich in feinen Drüsen auf der Oberseite der Blütenblätter bilden. Frisch aufgeblüht verströmt ihr süßer Duft am stärksten. Natürlich nicht um unsere Nasen zu erfreuen, sondern um möglichst viele Insekten anzulocken.

So verführerisch diese Duftrosen auch sind, ihre Lebensdauer ist leider kürzer als bei ihren nichtduftenden Kolleginnen. Doch echte Rosenliebhaber nehmen das gerne in Kauf.

Für Rosenliebhaber ist der Duft, egal ob fruchtig, herb oder süß, die Seele der Rose. Und diese Seele der Rosen spüre ich sehr deutlich in Hildegards Garten.

In ihrem Vorgarten blüht es so üppig, hier würde man sich gerne ein paar Blütenstiele für die Vase schneiden. Bei dieser Blütenpracht könnte das täglich in einer anderen Kombination sein. In jedem Fall wird es immer in einem betörenden Aroma sein, egal ob in Rot, Rosa oder Cremeweiß.

Was gibt es hier noch zu entdecken? Vielleicht sollte ich noch ein paar Worte über die unterschiedlichen Pflanzpartner verlieren, die sich zu den Rosen gesellen.

Der nostalgisch anmutende Nelkenbusch im Rosenbeet
Die Campula mit ihren zarten blauen Blütenkelchen passt sehr gut ins Rosenbeet
Der immergrüne Hauswurz hat es sich in kleinen Schalen gemütlich gemacht

Zum Beispiel der nostalgisch anmutende Nelkenbusch, der leuchtende Sonnenhut, die zarte Campanula oder der immergrüne Hauswurz, der es sich in kleinen Schalen bequem macht.

Natürlich gibt es auch noch einen gut bestückten Gemüsegarten und eine kleine Streuobstwiese,… doch davon ein anders Mal.

Es war mir eine große Freude! Herzlichen Dank, Hildegard für den Einblick in deinen schönen Landhausgarten. Ich komme gerne wieder.